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TK 1 - Wechselwirkungen der Macht

Wenn Meinungen aufeinandertreffen

 

Meinung. Macht. Manipulation. 

Eine der wichtigsten Säulen unseres Rechtsstaates: Die eigene Meinung vertreten zu dürfen und auch das sagen zu können, was nicht jeder hören möchte.

Die Ausübung der freien Meinungsäußerung wird auf verschiedenen Ebenen der Verfassung garantiert. Wir wollen dieses Recht insbesondere bei der Demonstrations-, Presse- und Kunstfreiheit diskutieren und dabei die Frage stellen: Wer ist eigentlich der Schwächere und wer muss geschützt werden? 

Besonders bei Demonstrationen treffen Meinungen direkt aufeinander und Rechte stehen im Konflikt. Gerade wenn man an die G20 Proteste zurückdenkt, wird klar: Es müssen beide Seiten der Medaille betrachtet werden. Wie weit dürfen Demonstranten gehen? Wann darf die Polizei einschreiten und welche Maßnahmen sind „angemessen“? Welchen Schwierigkeiten sehen sich Polizei und Demonstranten gegenübergestellt? 

In der heutigen Welt verbreiten sich Meinungen durch die Medien schneller als je zuvor und finden so in kürzester Zeit unzählige Anhänger. Eine wichtige Rolle spielen dabei Presse und Kunst. 
Denn was ist eigentlich noch objektive Berichterstattung und wo beginnt manipulierende, gezielte Meinungsbildung in Zeiten von „Fake News“ und „alternativen Fakten“? Steht die Presse schon fast außerhalb jeglicher staatlichen Regulierungen? Kann sie ein Problem oder gar eine Bedrohung für Demokratie und Politik darstellen?

Eng damit verbunden ist auch die Kunstfreiheit. Spätestens seit Böhmermanns „Schmähgedicht“, der „Heute Show“ und Co. steht die Frage im Raum, was Satire darf und wann die Freiheit künstlerischer Meinungsäußerung in öffentliche Hetze und unzulässige Beleidigung umschlägt. Diese Grenzen wollen wir zusammen mit euch beleuchten und ausarbeiten.